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Dr. Ida Rolf – ein Portrait

Der Begriff Rolfing stammt von Dr. Ida Pauline Rolf, geboren 1896 in New York. Mit 24 Jahren erwarb sie, als eine der ersten Frauen in den USA, ihren Doktortitel in Biochemie am College für Physiotherapie und Chirurgie der University of Colombia. In den nächsten 12 Jahren arbeitete sie am Rockefeller Institute for Medical Research (heute Rockefeller University), anfangs in der Chemotherapie und später in der organischen Chemie. 1927 ging sie nach Europa und studierte Mathematik und Atomphysik an der Technischen Universität Zürich. In dieser Zeit studierte sie auch homöopathische Medizin in Genf.

Zurück aus Europa verbrachte sie ihre Zeit in den 1930er Jahren damit, für sich und ihre Familie Antworten auf persönliche Gesundheitsfragen zu finden, denn die verfügbaren medizinischen Möglichkeiten schienen ihr nicht adäquat. So erkundete sie Osteopathie, Yoga, Alexander-Technik und Alfred Korzybskis Arbeit über Bewusstseinszustände.

In den 1940er Jahren arbeitete Dr. Ida Rolf in Manhattan. Sie sah sich dem wissenschaftlichen Standpunkt verbunden, doch viele Durchbrüche ihrer Arbeit mit chronischen Beschwerden erreichte sie auf intuitive Weise. Während dieser Zeit prägte sie den Begriff „Strukturelle Integration“. Die nächsten 30 Jahre widmete sie der Entwicklung dieser Technik.

Mitte der 1960er Jahre wurde sie von Fritz Perls, dem Begründer der Gestalttherapie, an das Esalen-Institut im kalifornischen Big Sur nach Esalen eingeladen. Hier begann sie zu unterrichten. Immer mehr Studenten meldeten sich zu ihren Kursen an. Bald wurde es notwendig, die Ausbildung in und die Beschäftigung mit dieser neuen Therapie formal in einer Organisation zusammenzufassen, dem Rolf Institute of Structural Integration. Es wurde  1971 in Boulder, Colorado gegründet wurde.

Bis zu ihrem Tod 1979 war Dr. Ida Rolf aktiv im Unterricht und in der Forschung tätig. Sie schrieb mehrere Bücher und veröffentlichte zahlreiche Artikel.